Wir veröffentlichen hier einen ersten Versuch einer Synthese unserer Grundsätze. Wir warnen aber ausdrücklich den Leser vor der Gefahr diesen Text wie eine "neue Bibel" oder eine ewige und formelle Referenz zu benutzen. Was uns betrifft, betrachten wir diesen Text wie eine Photographie der von unserer Gruppe erworbenen Erfahrungen aber wir wissen auch, daß wir andere ergänzende Materialen von sehr verschiedenen Abstraktions- und Verwirklichungsniveau veröffentlichen werden.

Die Internationalistische Kommunistische Gruppe (IKG) zieht ihre Grundsätze aus den historischen Lebenserfahrungen der Arbeiterbewegung:

Aus diesen wesentlichen programmatischen Gesichtspunkten, die durch die gezogenen Lehren der revolutionären und konterrevolutionären Welle bestätigt wurden, läßt sich eine Reihe von historischen Lehren ableiten, die so gut für gestern, wie für heute und morgen gültig sind!

Darum arbeitet sie heute für :

Nieder mit der Arbeit!

Diktatur des Proletariats für die Abschaffung der Lohnarbeit!

Es lebe der Kommunismus!



Die Arbeiter haben kein Vaterland, man kann ihnen was sie nicht besitzen, nicht wegnehmen. Alle Verteidigung der Nation, egal welcher Scheingrund gegeben wird, ist ein Angriff auf die weltweite Arbeiterklasse. Unter der Herrschaft der Bourgeoisie sind alle Kriegen imperialistische Kriegen die zwei oder mehrere Fraktionen oder Interessengruppen des weltweiten Kapitals gegen einander stellen. Das Proletariat führt und fordert nur einen Krieg, den sozialen Krieg gegen die ganze Bourgeoisie. Abgesehen von den unmittelbaren Absichten der Protagonisten, haben die Kriegen als Hauptfunktion das Kapital zu bekräftigen und die subversive Klasse dieser Gesellschaft objektiverweise und subjektiverweise zu zerstören. In diesem Sinne, mehr als "einfache" Kriegen zwischen nationalen Staaten, zwischen "Vaterlandsbefreiern" und "Imperialisten" oder interimperialistischen Kriegen... sind sie in ihrem Wesen Kriege des Kapitals gegen den Kommunismus.

All diesen interbürgerlichen Antagonismen gegenüber, zwischen "Progressisten" und "Reaktionären", "Faschisten" und "Antifaschisten", "Linke" und "Rechte"... die ihre logische Fortsetzung im imperialistischen Krieg finden, hat das Proletariat nur eine einzige Antwort zur Verfügung: der unversönhliche Kampf gegen alle Aufopferungen (gegen allen Waffenstillstand und nationales Solidarität), der revolutionäre Defätismus, die Umwendung der Waffen gegen seine eigenen Ausbeuter, gegen seine direkten Unterdrücker. Das Ziel des Proletariats ist den kapitalistischen Krieg in einen revolutionären Krieg des weltweiten Proletariats gegen die welweite Bourgeoisie umzuwandeln, um die internationale Zentralisation dieser Kampfgemeinschaft gegen das Kapital hervorzubringen.

"Programmatische Orientierungsthesen", These 26.


OL.GE.2.6 Nach einer Synthese unserer Grundsätze