Lassen der Bourgeoisie den Waffenswahl nicht...

Direkte Aktion und

Internationalismus !

Bei Gelegenheit eines internationales Plakats

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Am 7. März 2001 ist der proletarische Aufstand im Irak zehn Jahre alt. Der 7. März 1991 war vor allem im irakischen Kurdistan der Höhepunkt eines langen aufrührerischen Prozesses, der den ganzen Irak erschütterte und in dessen Verlauf sich das Proletariat gegen den Krieg aussprach und gegen alle die bürgerlichen Kräfte des Gebiets wie geheime Baath-Polizei, Nationalisten, lokale Gemeinderegierungen, Priester aller Religionen... Dieser Kampf zeigte so dem weltweiten Proletariat den einzigen Weg, um für immer die Kriege abzuschaffen.

Seitdem hat die internationale Bourgeoisie alles gemacht, um diese Bewegung zu unterdrücken. Die Nationalisten, Demokraten aller Art, humanitäre Organisationen, die UNO und die Baasisten, die Pazifisten, Priester aller Art... haben die Arbeit, um uns zu unterdrücken, unter sich aufgeteilt. Sie forderten die Entwaffnung, warben an die Proletarier für die nationalistischen Milize, sabotierten den Internationalismus und arbeiteten für die lokale Reorganisation des Staates, indem sie Wahlen organisierten. Ein weiteres Mittel, um uns zu niederwerfen, war zweifellos die völlige Nachrichtensperre der internationalen Medien über die soziale Lage im Irak.

Wir haben schon in unseren verschiedenen Zentralorganen die Beschreibung dieses aufrührerischen Prozesses entwickelt. Weitere Informationen sind in den zwei nebenstehenden Rahmen zu finden.

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Der aufrührerische Prozeß im Irak begann sich zwischen dem 26. und 28. Februar 1991 zu konkretisieren, mit tausenden bewaffneten Deserteure, die durch die Straßen in Bassorah und den benachbarten Dörfern spazierengingen und damit, daß die zentralen Staatsapparate die Kontrolle über die Situation verloren. Am 4. März gibt es in derselben Stadt einen Qualitätsprung in diesem Prozeß, als Panzerkolonnen im Rückzug von Kuweit gegen Regimesymbole schießen. Der Aufstand verallgemeinerte sich dann in dieser Stadt. Am selben Tag gibt es in mehreren Arbeiterviertel Bagdads Kämpfe. Zur selben Zeit werden diese Viertel von den Alliierten bombardiert. Am 4., 5. und 6. März verallgemeinert sich der Aufstand in folgenden Städte: Nasivya, Aamara, Najaf, Karbala, Hila, Koot... Der Aufstand in Rania bildete am 5. März den Verallgemeinerungspunkt des Aufstandes in anderen irakischen Gegenden. Am 7. März zerstört das bewaffnete Proletariat eines der wichtigsten Bastione des Regimes in Soulaymania. Am 8. März entwickelt sich der Aufstand in Kadar, am 9. in Koya, am 10. in Shatlana. Am 11. März empörte sich das Proletariat in Arbil, und am Morgen ist die ganze Gegend in den Händen der Proletarier. Die letzten Baath-Widerstanskämpfer sind am 13. März in Akra, dem 14. in Duwok und am 15. März in Zakho gefallen. Am 16. und 17. März nahmen sich große Kolonnen von Kämpfer aus allen Städten, in denen das Proletariat gesiegt hatte, vor, die Stadt Kirkouk zu befreien; aber die Luftwaffe der Baath-Kräfte machte diese Aufgabe sehr schwer. Der Aufstand forderte hier Tausende von Toten. Trotz dieses Gemetzels wurden noch weitere größe Schlachten geliefert und volle Kasernen vom Aufstand in Beschlag genommen, z.B. das Kommando der militärischen Gegend für ganz Kurdistan, neben Soulaymania. Schließlich erhob sich der Aufstand zwischen dem 19. und 21. März in Kirkouk, doch diese Stadt fiel mehrere Tage später wieder in die Hände Baathsisten.

In ganzer Gemeinschaft mit dem Kampf, den unsere Klasse in diesem Weltteil führt, und im Rahmen des internationalen kommunistischen Willens, die Isolierung, in der wir im Irak kämpfen, zu brechen, haben wir 1993 an die Veröffentlichung und an die Verteilung ein internationales Plakat zum Anlaß des Geburtstages dieses Aufstandes verteilt.

Dieses Plakat, das mit "Internationale Proletarier" unterzeichnet ist und von ihnen verbreitet wurde, sagt aus, daß Nationalismus, Patriotismus, Pazifismus, Parlamentarismus und der heute besonders von der UNO praktizierte internationale "Humanitärismus" nichts anderes sind als die weltweite Waffenunterdrückung des Proletariats.

Das Plakat wurde in verschiedenen Sprachen (englisch, spanisch, französisch, kurdisch, deutsch...) durch Genossen verschiedener Länder der IKG und auch durch andere nahe Gruppen und verschiedene Kontakte realisiert. Das Plakat wurde, unter Mitarbeit von verschiedenen Kontakten und Proletariergruppe auf die Wände in mehrere Städte Englands, Frankreichs, Deutschlands, Spaniens und im Irak... plakatiert. In diesem Augenblick, da wir die Arbeit an dieser Zeitschrift abschließen, warten wir auf Informationen, was in anderen Orten realisiert wurde. Am Rande dieser Initiative wurde so eine Aktion in Quebec realisiert. Bei dieser Aktion bestanden die Genossen darauf, daß ihre eigene Unterschrift erscheinen solle und entwickelten eigene Instruktionen, was leider so ihren Partikularismus ausdrückt, anstatt daß sie den gemeinsamen Inhalt der kommunistischen internationalistischen Aktion, die aus unseren homogenen Interessen erwächst, betonen. Wir erklären ferner, daß es heute lebensnotwendig ist, gegen den Strom aller Partikularismus, die uns vom Kapital aufgezwungen wird, um das Proletariat zu teilen, uns als eine Kampfgemeinschaft mit denselben Interessen und Zielen, sondern als Gruppenzusatz nicht, zu behaupten.

Wir möchten bei Gelegenheit dieser Aktion, auf die tiefe Bedeutung, die die Gegenwart und die Wirkung der Koalition der internationalen und bürgerlichen Kräften heute im Irak enthalt, schnell dringen: trotz ihre verschiedene Interessen, wenn es handelt sich um die bürgerliche viel erschütterte Ordnung zu verteidigen, sind sie fähig zu eine exemplare Wirkungseinheit. Wir möchten auch es betonen, daß angesichts dieses, angesichts des Kapitals, ist unsere Bestätigung unser eigener Kampfraum, der Internationalismus, keine Wahl unter anderen, noch kein Adjektiv an eine lokale Aktion nebengestellt, aber eine Lebes- oder Todesfrage für unsere Bewegung.

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Nur in der Bestätigung des proletarischen Kampfes und in der internationalistischen Aktion kann die Welt verstanden werden, sein tiefe sozialer Widerspruch und die unvermeidliche Natur der Zerstörung des Kapitals. Außer dieses Kampfes, außer der internationalen direkten Aktion, sprechen über Internationalismus nur Hirngespinst ist; die wörtliche Behauptung der internationalen Natur des Kapitals ist nur ein sinn- und inhaltslos Satz, wenn nimmt sie Gestalt in der gemeinen internationalen konsequenten Aktion nicht an, zielend uns wie einzige weltweite Kraft zu organisieren auf: die weltweite kommunistische Partei.

Das ist in diesen Rahmen, daß dringen wir oft auf dem weltweiten Wesen, das das Proletariat ist: wir sind eine und einzige internationale Klasse und ist unser Feind überall derselber. Die ganze Kraft der Bourgeoisie besteht genau aus der Allgemeinheit der Kampflage des Proletariats zu verneinen (durch die verbundene Aktion aller Medien der Welt) unterbringend jeden Aufstand in, was kann sie etwas Besonderes enthalten.

Aber die Negation der weltweiten Natur des Proletariats ist nicht nur "theoretisch", nimmt sie konkrete Formen mit Kraft an und strukturiert sie in materieller Hinsicht in der Weise deren zwingt auf die Bourgeoisie selbst den Grund der ihr am besten paßt um den Proletariat zu zerstören, d.h. wenn es ihn gelingt nicht einmal am Proletariat, daß es nur eine Klasse bildet, "vergessen" zu lassen, auch aber und vor allem, wenn, der gezwungene Kampfgrund der ihr am besten bedient, gelingt ihn den Rahmen des Krieges, daß sie uns liefert zu diktieren: die vereinigte internationalerweise Kraft in seinem Lager gegen die isolierte Aktion unserer Klasse, an dem oder jenem Gebiet abgegrenzt.

Um diesen Grund, seinen Grund aufzuzwingen zu erreichen, um die Proletarier Land für Land zu isolieren zum Ziel zu kommen, verfährt die Bourgeoisie auf verschiedene Arten: Unterdrückung aller direkten Bindung zwischen Proletarier verschiedener Ländern, Fälschungfeldzug zielend die Kämpfe auf ein Minimum beschränken oder beschmutzen um das Proletariat örtlich zu isolieren, Blockade, weißer Terror... Die bürgerliche Politik für das Proletariat, typische sozial-demokratische Politik, nimmt Gestalt an mehr besonders auf diese Frage durch die Umrahmung des Proletariats jedes Landes in dem Sinne einer Veränderung der "internationalen" Aktion von diesem in eine Vollmacht-, Vermittlung-, Petition-, "Solidarität-" durch Schecke und Telegramme Aktion. Die Sozialdemokratie hat immer zu seiner Verfügung "seinen Internationalismusvorschlag", um den Kampf des Proletariats an Ort und Stelle gegen "seinen eigenen" Staat zu verhindern.

Erklären uns in Hinsicht auf die Geschichte.

Die Kampfwelle 1917-1923 ist durch einer unerreichten Verallgemeinerung der revolutionären Entwicklung charakterisiert: von Europa bis Mittlere Osten, von Lateinamerika bis Indien, hat die revolutionäre Bewegung die nationalen Grenzen anrempelt und das ist auf diesem Grund, daß der Aufruf an der notwendigen internationalen Organisation des Proletariats überall erklingt. Die Kommunistische Internationale bildete zweifellos einen Antwortversuch zu der Wille der Bourgeoisie das Proletariat im Rußland zu isolieren. Diese Teilantwort nimmt Gestalt an unter anderen durch verschiedene Sabotagen und internationalistische Aktionen gegen die Armeen, um den Krieg gegen die Proletarier im Rußland fortzuführen sendete. Die Bildung der Kommunistischen Internationale und sein Manifest 1919 trägt zu der Intensivierung der aufrührerischen internationalen Bewegung (Deutschland, Ungarn, Bayern, Österreich, Portugal, Brasilien...), bei wo das Proletariat den revolutionären Krieg gegen "seinen eigenen Staat", gegen "seine eigene Bourgeoisie" übernahm. Trotzdem bildete die Kommunistische Internationale (abgesehen von der historischen Verantwortlichkeit der Bolschewiken) leider keinen wirklichen Bruch mit der sozialdemokratischen Vorstellung eines Bundes nationaler Parteien. Jede nationale kommunistische Partei (bis auf wenige Ausnahmen, wie mehrere Brüche von KAPD praktisch gemacht) blieb meistens durch die Zufälligkeiten der Gesichtspunkte diktierend die Kämpfe die "national" geschah entscheidet, Schwäche, die die Möglichkeit für die Bourgeoisie die Revolution zu bremsen und denn zu zerstören öffnete. Pack bei Pack, Nation pro Nation, könnten die internationalen Kräfte der Bourgeoisie den Krieg ihrer verbundenen Kräften zwingen. Die Kraft der Bourgeoisie lag so in seiner Möglichkeit den Grund, auf dem sie historisch die stärkste zu zwingen ist: der einen Kampf in den Rahmen einer Nation fortführte, wo das Kraftverhältnis zwischen einerseits dem lokalen Proletariat und andererseits den internationalen bürgerlichen Kräften errichtet. Und das ist gerade, wenn dem Proletariat Internationalismus an dem Tag lag, wenn unserer Klasse eine gemeine und internationale Antwort in dem sozialen Krieg zu strukturieren, gelang, daß die Bourgeoisie sich als die schwächste fühlte. So war es die Aktionen durch dessen unterstützte das internationale Proletariat den Oktoberaufstand 1917 im Rußland, brechend die bürgerlichen Informationsblockade, verlängernd den revolutionären Defätismus zu aller die Felde und stoppend den Krieg, übernehmend denn verschiedene Stände direkter Aktionen.

Andererseits muß man sich Rechenschaft ablegen in diesem Zusammenhang über die unermeßliche Schwierigkeiten, daß das empörte Proletariat in Mexiko oder in Rußland z.B. gehabt hat, um jenseits die Grenzen die Information was passierte mitzuteilen. In der ganzen Welt waren überall die proletarischen Aufstände in Mexiko (1910-1914) und in Rußland (1917-1921) wie einfache populäre anti-diktatorische Aufstände dargestellt. Für das hatte die Sozialdemokratie eine ganz fertige Theorie, die der rückständigen Länder, der Notwendigkeit in dieser Länder einer bürgerlichen Revolution oder/und einer "proletarischen" Revolution entwickelnd die bürgerliche demokratische Aufgabe. Diese Ideologie brachte nicht einmal Pseudo-Anarchisten und andere Sozialdemokraten anzukommen die proletarische Natur des Aufstands in Mexiko zu verneinen und daß die Sozialdemokratie die proletarische Natur des Aufstands in Rußland zu verstecken gelang, aber auch, daß Organisationen in Bruch mit der Zweiten und der Dritten Internationale, z.B. die KAI, in der tiefsten Verwirrung angesichts diese Frage ankommen.

Wenn wir was wir beschrieben haben bebildern und wenn wir alles im passenden die Einsätze des Kampfes verwenden, der heute im Irak geschah, sehen wir, daß das Interesse der Bourgeoisie jede Aktion unserer Klasse zu kämpfen ist, begrenzt sie an einziges Gebiet und setzt der die Gesamtheit seiner internationalen Kräften (kurdischen Nationalisten, Koalitionkräfte, UNO, humanitäre Organisationen, Priester...) gegen. Das bildet das Abc der politischen-militärischen Kraft der Reproduktion des Kapitals, das jeder Behauptung der Homogenität unserer Klasse destrukturieren zielt, angreifend jede unserer Ausdrücken, nützend was sie besonders ausdrücken kann. Wenn wir unsererseits so viele Schwierigkeiten erfahren wie einzelne verbundene Kraft einzuwirken, unsere Feinde, was ihnen betrifft, sind gleich fähig alle ihre Kräfte zu verbinden, um uns jedes Mal nützlich zu zerstören.

Alle unseren Aktionen -bestätigen uns wie Weltproletariat- muß gerade den Feierkreis mit dem Versuch die Bourgeoisie unseren Kampf im Irak zu isolieren, zu brechen zielen. Alle unseren Energien müssen die direkte Aktion, die in diesem Gebiet einführen durch die direkte Aktion in der übrigen Welt auf zu verlängern zielen. Wir müssen die Isolierung brechen, die bürgerliche Möglichkeit eine Minderheit unter uns zu isolieren brechen und, daß man uns in der Gleichgültichkeit unserer Klassenbrüder in der Welt unterdrücken verhindern.

Wir müssen dafür, und mehr denn je, unseren Kampf im Irak wie ein Moment des Streites des Weltproletariats bestätigen. Wir müssen uns zurückfordern, uns wie einzelner Körper, wie einzelne Klasse in den Lebenslagen, die uns international verhindert, verbindente und, mehr noch, in dem weltweiten Kampf, die wir um unsere Lage abzuschaffen einführen bestätigen.

Wir haben leider um uns herum selbst und mit Genossen, die sich mit unseren Grundlagen einverstanden erklären, gigantische Verständnislosigkeiten in dieser Hinsicht erlebt.

Wir haben uns im Blick auf den punktuellen Vorschlag ein Plakat gemeinsam zu realisieren, an Schwierigkeiten aller Art gestoßen.

Es gab Widerstände organisatorischer Art, charakteristische Widerstände der sektären Periode, die wir durchfahren, und die durch Verschweigungen, um die Ausführung und das Aufkleben des Plakats zu assumieren oder als falsch betrachten, daß wir es als Gruppe übernommen haben, in eigener Verantwortlichkeit das Plakat zu unterzeichnen.

Es gab auch Zweifel an den Informationen von unseren Genossen. Mehrere Kontakte forderten Beweise für unsere Behauptungen, andere verneinten schlicht und einfach die aufrührerische Natur der proletarischen Explosionen im Irak oder akzeptierten die Information nur, wenn die bürgerliche Presse teilweise sie bestätigte. Jenseits größe Prinzipaussagen findet man hier einen Ausdruck von der Staatsunterwerfung: die Informationen der bürgerlichen Medien werden eher akzeptiert als die von unserem militanten Netz mit den Schwierigkeiten darstellen.

Es gab auch Verständnislosigkeiten in Bezug auf die Aufgabe selbst, die als eine isolierte Aktion nahm. Es ist aber unmöglich die Sinne dieser internationalen Initiative zu verstehen ohne sie in den Rahmen einer von mehreren Aktionen in unserer Bestätigung der internationalistischen Aktion, in der Bestätigung unserer Kampfgemeinschaft und, mehr konkret, unserer Organisation der kommunistischen internationalen Aktion wiederzustellen.

Es gab noch andere Verständnislosigkeiten in Bezug auf die Aufgabe selbst, die zu oft auf eine "Solidaritätsaktion von hier mit dort" (fahrend an den Gesichtspunkt der anderen Gebieten als dieser von Mittlere Orient) zurückbrachte; oder umgekehrt als Aufruf "von hier (im Irak) nach dort (anderswo) Solidaritätserklärungen", während es sich in Wirklichkeit um eine Aktion des internationalen Proletariats "hier" und "dort" gegen unsere Feinde "hier" und "dort" handelt.

Und am Ende wurde als Unterprodukt aus der früheren Verständnislosigkeit heraus diese proletarische und kommunistische Aktion noch als Vermittlung verstanden, als einfacher Werbefeldzug für diese oder jene Proletariergruppe, und nicht mehr als eine Gegenangriff-Aktion, ins Gesicht der verabredeten Aktion der Weltbourgeoisie, die eine regionale Fraktion unserer Klasse um besser zum Ziel hat, um uns endgültig zu zerstören.

Im Allgemeinen haben wir uns über ein parlamentarisches und föderalistisches Konzept der proletarischen Einheit gestritten. Diese Kontakten drängten auf ihren Partikularismus, anstatt die Einheit der internationalen Aktion zu fördern, und die Notwendigkeit betonen, daß jede Gruppe oder jede Einzelne zu verschiedenen Parole oder Schritten um Rat zu fragen sei - ohne zu bedenken, daß dieses Konzept, nämlich das der Kongreß- und Konferenzideologie, d.h. Parlamentarismus, charakteristisch ist für die Sozialdemokratie, daß dies sich praktisch der Kampfgemeinschaft entgegenstellt, daß die Kampfgemeinschaft, wenn sie diese Kriterien akzeptieren würde, mit tausend lähmenden Vermittlungen in ein Parlament verwandelt würde (1).

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Die Wähle für ein nationales kurdisches Parlament stellten einen entscheidenden Moment der Aktion der Weltbourgeoisie gegen unsere Klasse dar. In diesem Moment fehlte keinerlei Zuflucht zur Provokation und zur Fälschung von unserer Feinde. Die Medien in Kurdistan und im übrigen Irak haben alles gemacht um nach die Proletarier die Verwirrung zwischen den kommunistischen und internationalistischen Grundlagen und den nationalistischen Grundlagen zu entwickeln. Der höchste Punkt dieses Feldzuges war sicher (und mehrere Mal pro Tag) von den verschiedenen nationalistischen Rundfünke gemacht, die Ankündigung eines Aufrufes für die Wahlteilnahme, daß unsere Organisation, die Internationalistische Kommunistische Gruppe, in Kurdistan machen würde, und das trotz war unsere Aktion in der Gegend vom Anfang gegen alle die Nationalisten und gegen alle die Regierungen eingeführt. Nochmal dringen wir hier darauf sind die Grundlagen selbst die Bildung unserer Organisation unveränderlich gegen die Demokratie und gegen die Nation, und daß jede Person oder Gruppe, die unsere Gruppe würde in den Rahmen irgendwelches Wahlprozess oder/und nationaler Wiederherstellung zitieren, wirkt direkt gegen unsere programmatischen Grundlagen. In dem besten Fall handelt es sich um einen Irrtum oder eine Verfälschung unserer Positionen; meistens handelt es sich nur um eine Provokation durch den Innen- oder den Landesverteidigungministerium getan.

Als internationalistische kommunistische Gruppe waren und sind wir immer mit den folgenden Lagen konfrontiert:

Einerseits behaupten unsere Genossen im Irak, ihre Kraft sei unsere Kraft und es sei gerade unsere internationale Kraft, die heute die Alliierten den Konterrevolution daran hindert, den örtlichen Wiederaufbau des Staates in eine öffentliche Offensive umzuwandeln. Noch konkreter sagen sie uns, was unsere direkte Feinde (die Nationalisten aller Richtungen in Kurdistan) davon abhält, auf systematische Angriffe gegen unsere Genossen überzugehen, sei mit der Tätigkeit verbunden, die die IKG und andere internationalistische Gruppe in Europa und auf anderen Kontinenten ausüben, weil dies die Nationalisten verwundbar macht.

Zugleich antworten uns andererseits nahe Genossen aus Europa und aus Länder Amerikas, wo wir direkt zu handeln versuchen, daß sie die Notwendigkeit einer solchen Vorgehensweise nicht einsehen, daß sie unseren Auskünften mißtrauen, daß sie einverstanden seien, aber anders unterschreiben möchten, daß sie mit dieser oder jener Parole einverstanden seien, daß ihnen aber jene andere Probleme bereite, daß solche Vorgehensweise reine Propaganda und für die aktuellen Verhältnisse nicht vonöten sei, weil heute das Proletariat "von hier" nicht daran interessiert sei, was "weit von hier" gescheht, usw.

Kurz: im selben Moment, wo unsere Genossen uns drängen, den Druck, den wir auf die Nationalisten ausüben, weiter fortzusetzen, sehen wir uns tausenden von sektiererischen, gegen die Organisation ausgerichteten Ausflüchten gegenüber, die unfreiwillig die Interessen unserer Feinde dienen: die Sektoren der Avantgarde des Weltproletariats zu isolieren und unsere Genossen zu unterdrücken.

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Angesicht dessen hat die Internationalistische Kommunistische Gruppe im Zusammenhang mit den verschiedenen Aufrufen, die wir geschickt haben, eine Reihe von Anstrengungen unternommen, als vorzüglich bezeichnet, um unsere Tätigkeit in der irakischen Gegend in Verbindung mit der Tätigkeit, die wir sonst anderswo entwickeln, zu strukturieren und zu zentralisieren.

Mit unseren sehr schwachen Mitteln haben wir um eine bessere Zentralisation der verschiedenen Strukturen in der Gegend zu behaupten gekämpft. Angesichts der totalen Kommunikationsblockade, die uns im Irak aufgezwungen ist (die internationale Post funktioniert nicht, das Telefon auch nicht), haben wir größe Anstrengungen unternommen, um andere innere und internationale Kommunikationsmöglichkeiten zu finden.

Anderseits haben wir uns entschlossen, die Entwicklung unserer zentralen Zeitschrift in arabisch und die Veröffentlichung unserer programmatischen Orientierungsthesen in derselben Sprache die Veröffentlichung einer neuen zentralen Zeitschrift der Gruppe, die demnächst in kurdischer Sprache (2) erscheinen soll, hinzuzufügen, (wobei wir der unermeßlichen internationalen Wichtigkeit der Ereignisse in dieser Region und dem außerordentlichen Interesse des Proletariats dieser Region für unsere politischen Stellungen beimessen). Sofern es möglich ist, werden wir auch in den Zusammenarbeit mit anderen proletarischen Gruppen ein lokales Blatt mit dem Titel "Der Internationalistische Proletarier" herausgeben, um die direkte Aktion der Aufwiegelung und Propaganda in dieser irakischen Region einen größeren Rahmen zu geben.

In diesem Zusammenhang muß man den Kampf der Militanten in verschiedenen Länder in Form von Druck und Anschlag des unten dargestellten Plakats verstehen. Bei dieser Handlung ging es nicht darum, "sich mit den Proletarier im Irak zu solidarisieren", sondern um das gemeinsame Handeln in demselben Kampf, aus demselben Interesse, in einer Gemeinschaft die selbe Kraft auszudrücken, damit die Bourgeoisie uns nicht Pack bei Pack unterdrücken kann.

Es scheint uns wichtig die falsche Solidarität als spektakuläre Vermittlung zwischen den fiktiverweise verbindeten Proletarier der anderen Länder einerseits und der tatkräftigen Solidarität, hervorgehend aus dem gemeinsamen Kampf andererseits zu unterscheiden.

Plakate oder Flugblätter, die "hier" zu Solidarität und Mitleid mit "dort" aufrufen, Spenden oder Unterschriften sammeln, Briefe an Folterknechte schreiben oder die Parlamentsabgeordneten zur Hilfe aufzufordern, stört zwar nicht die Bourgeoisie, unterstützt aber hauptsächlich die Politik der Sozialdemokratie, die es darauf abgesehen hat, die proletarischen Bedürfnisse zu kanalisieren. Dasselbe gilt auch für die Befreiung eingesperrter Genossen, für die Denunziation der Unterdrückung in einer Gegend und für die Notwendigkeit, den Kampf unserer Genossen bekannt zu machen. Das ist hauptsächlich die bürgerliche Politik für das Proletariat, wie sie die Notwendigkeit nach direkter Aktion gegen das Kapital in ein Kollaborationsunternehmen mit der lokalen Bourgeoisie umgestaltet. Im extremen Gegensatz dazu stehen die direkte Aktion des Proletariats, der Kommunismus gegen das Kapital. Zu dieser Handlung gehört das Verbreiten von Flugblättern oder Plakaten, wenn dies weltweit geschieht, Inhalt und Form entschprechend ist und im Zusammenhang mit der Tatsache steht, daß das Proletariat nur auf eine Art und Weise solidarisch mit seinen Brüderklasse sein kann: in der direkten Aktion gegen seine eigene Bourgeoisie. Anstatt um Mittel oder Bewunderung für die Aktionen anderswo aufzurufen, hat die kommunistische Propaganda- und Agitationaktion die Ermöglichung der Verallgemeinerung des Kampfes zum Ziel und zeigt, daß hier und jetzt die Widersprüche wesentlich dieselben sind, und wenn die Proletarier aufständisch anderswo tätig sind, geschieht das nicht aus lokalen Besonderheiten, sondern aufgrund allgemeinen Ursachen, die "uns" alle direkt betreffen, was bedeutet, daß "wir" auch auf gleiche Weise tätig sein müssen und können. Unser Plakat macht anschaulich, daß die Aktion des Proletariats im Irak den einzigen möglichen Weg aufzeigt, um für immer die Kriege abzuschaffen.

Für uns Kommunisten aus dem Irak, Iran, England, Spanien, Deutschland, Frankreich, Nord- und Südamerika oder noch anderswo, ist der Plakatanschlag so wie wir es erdacht und realisiert haben, vielmehr als nur ein Plakatanschlag. Es ist den pünktliche und bescheidene Ausdruck der weltweiten Kraft, die das Proletariat strukturieren will, daß in ihre Anstrengung, um sich nationalistisch und linguistisch zerstreut nicht vorzustellen, in sein -noch sehr schwach- Versuch, am selben Zeitpunkt in verschiedenen Sprachen und Orten der Welt zu wirken, zwingt den sozialen Gegner in eine weniger sichere Position als die, in der er zu kämpfen gewöhnt ist. Nichts Besseres also für die nationalistischen, humanistischen und kirchlichen Organisationen, als sich um "jedes Proletariat" in Bezug auf "seine" eigene kleine nationale Fahne zu kümmern (so versteht es die Bourgeoisie!).

Je mehr die Bourgeoisie gezwungen ist, im Flugsand der direkten internationalen Aktion des Proletariats zu kämpfen, desto mehr die Zerschmetterung unseres Kampfes im Irak verhindern wird und erfolgreicher bereiten wir die Kämpfe von morgen vor.

Es gilt also nicht platonisch zu universaler Unterstützung aufzurufen; es gilt mit Hilfe aller Sektoren der Vorhut des Proletariats und den Streiter aller Breiten dieser Welt politisch den Konterangriff gegen die internationale Bourgeoisie und gegen ihre Versuche, durch Humanismus und Nationalismus einige unserer besten Genossen zu erledigen. Es gilt vor allem die Einsamkeit und Vergessenheit, die man einem der wichtigsten Versuche unserer Klasse heute in der Welt, sich selbst zu behaupten, aufzuzwingen versucht, zu zerbrechen.

Wiederholen wir nochmal: heute verbindet sich der Vorhandene Defätismus mit dem historischen Programm der Sozialdemokratie, um ein solches verfahren zu leugnen. Der Schlüssel der sozialdemokratischen Politik stützt sich auf die Wirklichkeit eines schwachen Bewußtseinstandes, was die Existenz unserer Klasse als weltweite Klasse anbelangt, und dies, um die Möglichkeit aufrechtzuerhalten, jene direkte Aktion zu vernichten und das Proletariat zu zerteilen, indem über "die objektiv verschieden Lagen in jedem Land" gefolgert und die Unmöglichkeit einer Aktion "hier und jetzt" rechtfertigt wird. Es gilt das Proletariat zum Schweigen zu bringen, indem ihm die bürgerlichen Vermittlungen (in Wirklichkeit: die Untätigkeit) aufgezwungen werden und ihm erklärt wird, was es "hier" tut, habe nichts Gemeinsames mit dem, was sich "dort" tut, und daß sich die einzige Sache, die zu tun sei, in den gemeinsamen Vermittlungen darböte, die die Gesellschaft dazu aufrufen, sich zu "solidarisieren": "ein Plakat hier entwickeln über die Lage dort", "ein Plakat hier entwickeln über die Leute hier", einen Protestzettel, eine Abordnung, ein wenig Geld schicken...

Die historische Opposition zwischen Parlamentarismus und direkte Aktion spielt sich auf dieser Ebene ab.

Das Lager des Parlamentarismus und der Demokratie hat zum Ziel, seine Handlung auf ein Maximum zu mediatisieren, die Zentren der Entscheidung und der Handlung zu trennen, die Theorie von der Praxis zu trennen, den Proletarier in jedem Land zu raten die "Solidaritätshandlungen" durch Prokura zu organisieren...

Das Lager der direkten Aktion und des Kommunismus versucht, die direkte Aktion gegen seinen Feind gewaltsam zu praktizieren, hier nicht im Sinne einer unmittelbaren Gewalt (was das internationale Plakat, dem wir reden, anbelangt), sondern im Sinne der Behauptung unseres Kampfes auf unserem eigenen Feld, der direkten internationalen Gegeneinandersetzung, der Behauptung -unerträglich für die Bourgeoisie- von unserer Kampfgemeinschaft, von unserem gemeinsamen Wesen.

Wenn die Proletarier von etwa zehn Länder gemeinschaftlich handeln (trotz der heutigen Grenzen) und sie eine Aktion planen, die sie gemeinsam (und wenn möglich zum selben Zeitpunkt) gegen denselben Feind durchführen, im Angesicht derselben Gleichwertigkeit, desselben Interessen und derselben Ziele... führen sie einen gewaltigen Konterangriff gegen die Bourgeoisie.

Wir sind uns der tragischen heutigen Unterschiede bewußt, zwischen den Herausforderungen, denen unsere Klasse überall in der Welt ausgesetzt ist, und den Schwierigkeiten, auf diese Angriffe zu reagieren. In diesem Sinne wissen wir wohl, daß unsere gemeinsame Handlung sowie alle anderen gemeinsamen unternommenen Initiativen, unseren Kampf im Irak zu zentralisieren, nur ein kleiner Teil gegenüber die Ungeheuerlichkeit von Aufgaben, die noch zu erfüllen sind. Es ist klar, daß mehr getan werden muß als diese Initiativen gegen den Strom, um dieses totbringende System, uns erwürgt zu vernichten.

Trotzdem und im Rahmen tragischer fehlender internationaler Zentralisationstrukturen des Proletariats ist es uns wichtig erschienen, die Tatsache hervorzuheben, daß manche Genossen, die aus verschiedenen Gegenden stammen und an verschiedenen Orten der Welt leben, heute die Initiative ergriffen haben, gegen den Strom des Antiorganisationalismus und des herrschenden Sektarismus zu zentralisieren, und so, indem sie wie ein einziger Körper gewirkt haben, für einen Moment das notwendige immer vergrößernde Bündnis des Proletariats in Hinsicht auf die endgültige Abschaffung dieser Todeswelt erlebt haben.

Heute brauchen wir mehr als je zuvor gerade die Gemeinschaft der praktischen Übernahme internationaler direkter Aktion, deren Verbindungen in der gemeinsamen Aktion einen Moment bilden. Die ersten Anlagen einer internationalen kommunistischen Organisation des Proletariats werden aus eben diesen Verbindungen, die dem wachsenden Sektarismus und Individualismus wiedersprechen, entstehen: eine Organisation, die imstande sein wird, für immer die unmenschliche Barbarei, der wir unterworfen sind, zu vernichten.

Vive la révolution sociale mondiale!

Long live to worldwide social revolution!

Es lebe die soziale Weltrevolution!

Por la revolución social mundial!

Fußnote

1. Wir müssen hier einen alten Vorwurf, den die Kommunistischen Initiativen uns immer wieder machen, beantworten. Was wir hier erklären, heißt nicht, daß wir die Diskussionennotwendigkeit innerhalb der proletarischen Kampfgemeinschaft leugnen. Natürlich müssen wir tausend internationale Diskussionen anregen und eine Zentralisierung dieser Diskussionsinstanzen entwickeln. Aber lähmt das die internationale Aktion, besonders in einer Periode, in der es noch keine dauerhafte Zentralisierungsstruktur der Aktion und der Diskussion des internationalen Proletariats gibt, unter dem Vorwand, daß jede Teilnehmer an dieser Aktion mit jedem Ausdruck einverstanden sei, oder daß jeder bei jedem Schritt der Bewegung um Rat gefragt werden müsse, was bedeutet, alle Aktionmöglichkeiten zunichte zu machen. "Ein Schritt vorwärts von unserer Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme" sagte einst ein sehr alter Genosse. Marx und Engels haben übrigens auch nicht die Zustimmung all ihrer Kontaktgruppen und Genossen abgewartet, um in direkte Aktion zu treten, um die internationale Bewegung in Schwung zu setzen, sondern sind sofort aktiv geworden, indem sie 1847 das "Manifest der kommunistischen Partei" geschrieben und veröffentlicht haben.

2. Diese ist 1997 schon veröffentlicht.

Plakat
 

Der proletarische Aufstand vom 7. März 1991 im Irak, gegen den Krieg und alle kapitalistischen Kräfte, zeigt dem Proletariat der ganzen Welt den einzigen Weg, um den Krieg für immer abzuschaffen.

Auf der anderen Seite der Barrikade, wie immer, sind weltweit alle Kräfte am Wirken, wie einzelne Korps, um unsere Klassenautonomie zu zerstören.

Heute, am 7. März 1993, mobilisieren alle Nationalisten, Demokraten, Pazifisten und humanitäre Organisationen weiterhin, um uns im Irak, in Jugoslawien, Somalia, El Salvador... unterzudrücken.

Internationale Hilfe = Entwaffnung und Verfolgung des Proletariats!

Kurdische Nationalisten = Baath-Partei = UNO!

"Patriot" ist nur ein anderes Wort für "Mörder"!

Gegen das kurdische Parlament - gegen das Kapital und alle seiner Staaten!

Für die soziale Weltrevolution!



OL.GE.2.5 Direkte Aktion und Internationalismus!